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Klassische Musik und Oper von Classissima

Franz Liszt

Sonntag 11. Dezember 2016


nmz - neue musikzeitung

7. Dezember

Kontrapunkt im Labyrinth

nmz - neue musikzeitung Hinter den Kulissen des 13. Bundeswettbewerbs für Schulpraktisches Klavierspiel Das für Außenstehende vielleicht etwas sonderbar klingende Fach „Schulpraktisches Klavierspiel“ soll Musiklehrerinnen und Musiklehrer auf die spätere Berufspraxis vorbereiten. Seit 1992 wird von der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar hierfür alle zwei Jahre ein eigens initiierter Wettbewerb ausgerufen. Ob es sich dabei um nüchternes Schulhandwerk, humorvolle Klavierkunst oder doch musikalische Universalität Lisztscher Prägung handelt, hat unser Autor Thomas Grysko beim Besuch des 13. Bundeswettbewerbs für Schulpraktisches Klavierspiel Grotrian-Steinweg herauszufinden versucht. Hierfür begleitete er die Weimarer Schulmusikstudentin Josefine Schlät Ende April 2016 auf ihrem Weg durch den Wettbewerb. Weiterlesen

ouverture

1. Dezember

...for children - Lars Vogt (Cavi-Music)

Lars Vogt spielt Klaviermusik für Kinder – und er spielt sie, um es vorwegzunehmen, richtig gut. Diese CD ist atemberaubend gelungen; noch nie habe ich Stücke aus Robert Schumanns Album für die Jugend so überzeugend gehört. Was für eine Tiefe hinter diesen scheinbar so simplen Phrasen! Und auch die ausgewählten Werke aus Béla Bartóks Gyermekeknek sowie die Zwölf Stücke für Pianisten und andere Kinder von Thomas Larcher (*1963), hier in Weltersteinspielung, begeistern.  Das ist keineswegs selbstverständlich. Kinderleichte Stücke stellen erwachsene Pianisten erstaunlich oft vor Probleme. Sie wollen zuviel, sie über-interpretieren, und das Ergebnis ist dann zuviel Kunst; um im Kalauer zu bleiben: Wulst oder sogar Schwulst statt Poesie.  „Ich habe immer Spaß an Stücken gehabt, die mit wenigen Noten viel sagen, und nicht an denen, die mit vielen Noten wenig sagen“, meint Lars Vogt in einem Interview, das im Beiheft zu dieser CD nachzulesen ist. „Die richtig virtuose Literatur spricht mich oft nicht so an, es sei denn, sie ist so genial wie die h-Moll-Sonate von Liszt. Mich reizt das Sportive am Klavierspiel relativ wenig, dafür sehr das inhaltlich Erfüllte und das, was die Seele bewegt. Auch aus dem Aspekt ist es interessant, mal in die totale technische Simplifizierung zu gehen: Stücke, die auch Kinder spielen können.“  Das freilich bedeutet nicht, dass man diese Stücke nachlässig spielen könnte; gerade weil die Strukturen scheinbar so simpel sind, wollen sie durchdacht und technisch blitzsauber gestaltet sein. „Es ist beglückend, diese Stücke unter den Fingern zu haben, und sie haben es verdient, richtig schön eingespielt zu werden, mit aller Ernsthaftigkeit und Zuwendung, wie jedes andere Repertoire auch“, sagt der Pianist. Die Liebe zum Detail und die Sorgfalt, mit der Vogt diese Kinderstücke vorträgt, beglücken auch den Zuhörer. Man kann es schwer in Worte fassen, aber diese Aufnahme hat eine einzigartige Aura – unbedingt anhören, es lohnt sich!






ouverture

15. November

Transcendental - Daniil Trifonov plays Franz Liszt (Deutsche Grammophon)

Nur fünf Tage benötigte Daniil Trifonov, um für die Deutsche Grammophon alle Konzertetüden von Franz Liszt (1811 bis 1886) einzuspielen. Das ist eine ganz erstaunliche Leistung, denn diese Stücke gelten mit als das Schwierigste, was jemals für einen Konzertflügel geschrieben wurde.  In den Grandes Études de Paganini beispielsweise huldigte Liszt dem Geiger, den er sehr verehrte, indem er Themen aus einigen der berühmtesten Violinstücke des Meisters verwendete, um daraus mindestens ebenso virtuose Klaviermusik zu gestalten.  Die Drei Konzertetüden von 1849 „are Liszt's tribute to his beloved Italy, to the language of opera, an a case for piano as a singing instrument“, zitiert das Beiheft Trifonov. „Always an innovator, in these etudes, Liszt creates drama in and through harmony – leading the way to Wagner, and later to impressionism.“ Die zwei Konzertetüden von 1863, Waldes- rauschen und Gnomenreigen, sieht der Pianist als musikalische Gemälde: „They are not verbal but depictive works, atmospheric, like paintings by Caspar David Friedrich.“  An den Anfang aber stellte Trifonov die Études d'exécution transcendante, eine Sammlung von zwölf Konzertetüden, die nicht nur über ihre Tonarten miteinander verbunden sind. „The cycle reflects the journey of a hero (let us call him ,Liszt'). Each etude represents a particular stage in the hero's spiritual evolution, progressing from explosions of youthful energy (No. 1), growing increasingly complex through ,Eroica' (No. 7) and wild, as in ,Mazeppa' (No. 4), reaching a turbulent climax in the ,Wilde Jagd' (No. 8)“, so der Pianist. „That is the cycle's turning point. From the realization of the futility of the chase, the narrative arc moves from a state of nostal- gic longing in ,Ricordanza' (No. 9) to the meditative denouement of ,Chasse-neige' (No. 12).“ Einige seien eher atmosphärisch, andere eher programmatisch – aber keines dieser Musikstücke sei tatsächlich eine Etüde.  Extrem allerdings sind sie schon; auch heute noch sind diese Werke so- wohl emotional als auch technisch eine Herausforderung und ein Prüfstein für jeden Pianisten. Mancher Musiker betont ihre Brillanz; Trifonov stellt eher die meditativen, reflektierenden Aspekte in den Vordergrund. „Man muss Liszt ernst nehmen, um ihn gut zu spielen“, forderte einst Alfred Brendel – und der gerade einmal 25jährige Trifonov spielt ihn geradezu beunruhigend reflektiert. Virtuosität ist hier eher ein Nebeneffekt; dem Pianisten geht es um Ausdruck und Tiefe, nicht um Blendwerk und Geklin- gel. Damit kommt er Franz Liszt, der immer auch ein Suchender und ein Zweifler war, erstaunlich nah. Diese Aufnahme ist ohne Zweifel grandios – man darf allerdings gespannt sein, wie Trifonov solche Musik in 30 Jahren spielen wird. 

Franz Liszt
(1811 – 1886)

Franz Liszt (22. Oktober 1811 - 31. Juli 1886), war Komponist, Pianist, Dirigent, Theaterleiter, Musiklehrer und Schriftsteller. Er war einer der prominentesten Klaviervirtuosen und einer der produktivsten Komponisten des 19. Jahrhunderts. Er hat in vielen unterschiedlichen Stilen und Gattungen komponiert und war ein Wegbereiter der „programmatischen Musik“ (sinfonische Dichtungen) und wird mit seinen Hauptwerken der „Neudeutschen Schule“ zugezählt. Er war Mitbegründer des Allgemeinen Deutschen Musikvereins. Im Alter von 54 Jahren empfing Liszt in Rom die „niederen Weihen“ und den Titel Abbé.



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